







Wanderführer ist Uwe Heitkamp (Journalist, 49). Er lebt seit 20 Jahren in Portugal. Er ist Gründer der mehrsprachigen Wochenzeitung www.algarve123.com
Die Via Algarviana beginnt an der spanisch-portugiesischen Grenze und ist die spannendste Wanderroute im Süden Europas. Am Grenzfluss zwischen Andalusien und Algarve, dem Guadiana, liegt Alcoutim, ein kleines, völlig verschlafenes Nest, auf der portugiesischen Seite. Man kann da recht gut essen, sich ausruhen und dem Wasser hinterhergucken, wie es irgendwo, 50 km weiter südlich, dann in den Atlantik fließt. In Alcoutim beginnt die Via Algarviana.
Von dort windet und schlängelt sie sich per Trampelpfad über Hügel und durch Täler, durch Flüsse und über Berge. Die Küste mit irgendwelchem Tourismusgedöns liegt fern im Süden. Also, wir gehen dann mal los: jeden Tag rund 25 km. Wir kommen durch kleine Dörfer, wo die traditionelle Landwirtschaft noch etwas zählt. Wenn Sie dann Ihre Beine fühlen und sich sagen, „HILFE, ich kann nicht mehr“ ist's nicht mehr so weit bis zur nächsten Herberge. Jeden Tag geht's ein bisschen weiter. Insgesamt sind es circa 340 Kilometer. Sie merken, diese Tour ist nix für „weiche Eier“. Sie sollten schon mal irgendwie zu Fuß unterwegs gewesen sein und die richtigen Wanderschuhe anhaben, besonders wenn's hoch ins Gebirge geht. Die Ankunft am Ende der Welt, dem Südwestkap Europas, gelingt uns dann 13 bis 14 Tage später. Dort rauschen die Wellen des Atlantiks in die Felsen. Hier ist das Ende der Welt und das Ende der Via Algarviana. Am Meer. Am Strand. Wollen Sie noch mehr wissen? Dann lesen Sie einfach weiter.
ALGARVE? WANDERN. GO WEST!
In Portugal dauert alles immer etwas länger. Das ist wie mit Dornröschen. Manchmal ist das gut so. Denn dann bleibt Natur erhalten. Diese Fernwanderung ist nach zwölfjähriger Planung heute fast immer ausgeschildert, auch wenn manchmal noch ein paar Wanderer verloren gehen. Denn in Portugal wird Portugiesisch gesprochen, kein Deutsch. Es kann aber sein, daß mal wieder irgendwelche Jäger irgendwelche Schilder geklaut oder sie aus Jux umgestellt, oder die Steine mit den Zeichen anderseherum gelegt haben. Neulich gingen zwei Amis aus Texas die Via Algarviana, und sie fanden das gar nicht spaßig, daß sie zwei Tage im Kreis herumliefen. Sie sind dann mit dem Linienbus weitergefahren. Sehr zum Ärger aller. Denn der Jäger ist der natürliche Feind des Wanderers in Portugal. Gott sei Dank dürfen die Jäger nicht im Frühjahr (Januar bis Juni) ballern, dann ist Brutzeit, und Jagen gesetzlich verboten. Oft ist es deshalb von Vorteil, mit einem Wanderführer die Via Algarviana zu gehen. Er kennt nicht nur die Strecke genau, sondern beherrscht auch noch die Sprache. Ich lebe seit 20 Jahren in Portugal, bin von Beruf Journalist und Wanderführer - und kann Ihnen viele wahre und unwahre Geschichten erzählen...
Zum Wandern gehört auch manchmal die Logistik. Heute verhungern Wanderer nicht mehr in Portugal, so wie früher, wenn man alle paar Kilometer auf verhungerte Menschen am Wegesrand stieß. Die Via Algarviana wurde bereits im 4. Jahrhundert als Pilgerstrecke gegangen, zu den Gebeinen des Heiligen Vincent, an das Südwestkap. Portugal ist aber seit 1986 Mitglied der EU und wurde in der Zwischenzeit recht gut gefüttert. Die Frage, „Wo essen, wo schlafen“ stellt sich also nicht mehr. Man fragt besser, WIE essen und WIE schlafen? Diese Fragen können nun auch zur Zufriedenheit der meisten beantwortet werden. Sie müssen nicht mehr unter freiem Himmel schlafen, brauchen kein Zelt und keinen Schlafsack mehr mitschleppen, wenn Sie nicht möchten. Es gibt Einzel- und auch Doppelzimmer in privaten Gästehäusern mit richtig guten Matratzen. Zu essen gibt es nicht nur genug, sondern auch landestypisch, was heißt, daß ich mit Ihnen die einheimische Küche testen werde. Und es gibt fast jeden Morgen richtig frisches Bauernbrot mit Käse und Chouriço. Natürlich gehen wir während auf der Via Algarviana auch von einem Gasthaus zum anderen. Doch einmal während der Tour werde ich sogar für Sie kochen.

Die Via Algarviana ist fabelhaft im Frühling zu gehen! Nach der Mandel- Orangen- und Mimosenblüte, und nach den ergiebigen Winterregenfällen, taucht die Frühlingssonne die Landschaft in ein Meer von Zistrosen, würzen aromatische Wildkräuter die Luft, wehen milde Winde. Wir werden Adler zu sehen bekommen, Otter, Füchse, Marder und viele andere schöne Tiere. Wir wandern durch Korkeichenwälder, unter machen Rast unter Schirmpinien. Wenn Sie möchten, können Sie sogar einen Baum selbst pflanzen und sich im Wiederaufforstungsprojekt verewigen. Zu Ostern gibt die Via Algarviana die richtige Stimmung und wird Ihnen noch lange in guter Erinnerung bleiben. Ein wichtiger Hinweis: Sie sollten die Via Algarviana auf keinen Fall im Sommer gehen. Da verbrennt Ihnen die Sonne den Kopf. Es ist nicht nur zu heiß, nein, es ist zu trocken, es ist zu staubig und es besteht immer irgendwo die Gefahr eines Waldbrandes. Auch deshalb, nehmen Sie sich am besten einen Freund mit auf den Weg, oder eben einen Wanderführer.
Und noch einmal: die Via Algarviana ist nichts für großstadtgeübte Spaziergänger auf dem Weg ins nächste Café. Sie benötigen einen guten Rucksack, dieser sollte auf keinen Fall mehr als 8-10 kg wiegen. Und es ist immer von Vorteil, neben Wasser, auch Studentenfutter in der Tasche zu haben. Lesen Sie bitte deswegen auch, was Sie sonst auf jeden Fall noch mitnehmen sollten. Viel Spaß…
Via Algarviana 2011 Nächste Wandertermine | |||||
| • April 2011, vom Samstag 2. bis Sonntag 17. • Oktober 2011, vom Samstag 15. bis Sonntag 30. | |||||
| Tag | Wochentag | ||||
| 1 | Samstag | Ankunft | |||
| Beginnt mit der Ankunft am Flughafen in Faro bis 14 Uhr. Transfer mit Bus und Bahn zum Ausgangspunkt der Reise: erste Eindrücke vom Hinterland der Algarve. Ankunft in Alcoutim gegen 19 Uhr. Hotel "check-in" und Abendessen mit Begrüßung: Briefing zur Wanderung am Grenzfluss zu Spanien, dem Ausgangspunkt der 14-tägigen Wanderung. Info zu Land & Leute, Fauna & Flora, Essen & Trinken… | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 2 | Sonntag | Wandertag Alcoutim › Balurcos de Baixo | 24,5 Km | 171m | 8 ![]() |
| Rosmarin, Thymian und Minze. Mit den Sinnen wandern, den Düften folgen, beginnt um 9 Uhr die Wanderung am Flußlauf des Guadiana bis hinauf nach Pereiras. Kurze Pause im Café "Tempero", dann Fortsetzung zu den Felsen-Meniren aus vorchristlicher Zeit. Gegen Mittag erreichen wir das nördlichste Dorf der Algarve, Afonso Vicente. Danach geht es für mehrere Stunden hinunter in die wilde Landschaft des Flüsschens Cadavais (auch um zu picknicken und um ein Bad zu nehmen) und dann nach Corte Tabelião, einem kleinen Dorf mit fünf Einwohnern. Von dort bis zum Tagesziel Balurcos de Baixo sind es noch gut zwei Stunden. Zum Abendessen landestypischer Ziegenbraten bei Dona Maria. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 3 | Montag | Wandertag Balurcos de Baixo › Furnazinhas | 13,5 Km | 210m | 3½ ![]() |
| Korkeichen, Johannisbrotbäume, Schirmpinien. Nach einer guten Mütze Schlaf und einem noch besseren Frühstück Aufbruch und Eintauchen in die Wälder der Algarve. Der Höhepunkt des Tages erreicht uns in Palmeira am Fluss Foupana: kristallklares Wasser, über das wir wie Jesus wandeln, da es keine Brücke gibt. Hier machen wir eine längere Pause und jede(r) kann nach Herzenslust schwimmen. Am Nachmittag erreichen wir das Dorf Furnazinhas. Zeit zum Entdecken der Langsamkeit: der Hirte José Mestre melkt seine 50 Ziegen. Ausruhen im Schatten. Am Abend kocht Dona Olivia mit uns einen Eintopf. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 4 | Dienstag | Wandertag Furnazinhas › Vaqueiros | 23,1 Km | 191m | 6 ![]() |
| Zistrosen. Ein Meer von Hügeln, die Frühlingszistrosen säumen viele Kilometer unseren Weg. Kaum Bäume, wenig Schatten: Bienenvölker, die den Honig sammeln. Schlangenadler, die ihre Kreise ziehen. Steinige Wege, über die schon im Mittelalter die Gläubigen zu den Gebeinen des heiligen Vinzenz pilgerten. Kaum eine Menschenseele wohnt mehr in dieser Einöd, die zu den am wenigsten besiedelten Gebieten Portugals zählt. Wir wandern zwischen zwei Hügelketten westwärts, zwischen den Flüssen Odeleite und Foupana und erreichen abends das Dorf Vaqueiros. Abendessen, dann Weitermarsch zum Gästehaus der Maurischen Minen, nach Ferreiras. Viel Geschichte und viele Geschichten, die dieser Tag erzählen wird. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 5 | Mittwoch | Wandertag Vaqueiros › Cachopo › Feiteiras | 33,0 Km | 501m | 7½ ![]() |
| Tag der Wahrheit. Früh verlassen wir Ferreiras, frühstücken in Vaqueiros und steigen hinauf in die Serra do Caldeirão bis wir mittags in der Gemeinde Cachopo eintreffen. Dort speisen wir zu Mittag und machen uns dann auf zur zweiten Etappe des Tages in die Wälder um Alcaria Alta, wo uns jahrhundertealte Korkeichen und Schirmpinien erwarten. Und wieder lockt ein Gebirgsbach zum Schwimmen, die Muskeln zu entspannen. Abends nächtigen wir in der für Wanderer umgebauten Grundschule von Feiteiras, in der uns D. Otilia am nächsten Morgen ein Bauernfrühstück mit frischem Ziegenkäse serviert. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 6 | Donnerstag | Wandertag Feiteiras › Barranco Velho | 21,5 Km | 522m | 5½ ![]() |
| Ave Maria! Es geht zuerst bergab in das Dorf Castelão mit kleiner Kapelle, dann passieren wir das Bett des Gebirgsbaches Odeleite und auf der anderen Seite wandern wir wieder hinauf bis nach Parises. Viel Schatten in einer wundervoll abwechslungsreichen Landschaft, Picknick in der Dorfkneipe. Und wieder geht es bergab zu den Quellbächen des Odeleite. Der eine oder Schäfer ist hier zuhause. Wir bekommen das wilde Tiere zu Gesicht, wenn wir uns still verhalten: Wildschweine, Füchse, Otter, Adler. Am Abend erreichen wir nach fünf Tagen erste Anzeichen von Zivilisation. Das erste Drittel der Wanderung bis ans Südwestkap haben wir geschafft. Wer Barranco Velho erreicht, hat gute Chancen, das Ziel zu erreichen. Es wird noch höher und steiler gehen. Kräfte sammeln und gut einteilen, sind die Gesetze der Wanderung. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 7 | Freitag | Wandertag Barranco Velho › Salir | 16,4 Km | 296m | 3½ ![]() |
| Don Quixote? Aufbruch bei Tia Bia (Tante Bia). Noch einmal führt uns der Weg kurz hinauf zu einer jener Windmühlen (525m), die so typisch sind für die iberische Halbinsel. Danach entspanntes Wandern, meist bergab. Die Sicht auf die Westalgarve nimmt Konturen an. Das Meer im Süden, die Gebirgskette der Monchique im Westen Lassen uns ahnen, was auf uns zukommt. Aber für heute sind es nur noch ein paar Kilometer über dunkelroten, sandsteingefärbten Boden – und wieder steht uns ein Bach, der Ribeira Seca, zum Abkühlung zur Verfügung. Die mittlere Algarve erwartet uns, meist ländlich, aber entwickelt und viel mehr Menschen, die uns über den Weg laufen und Straßen, die unseren Pfad kreuzen. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 8 | Samstag | Wandertag Salir › Alte | 18,0 Km | 212m | 4½ ![]() |
| Das Frühstück im Casa da Mãe, wo wir die Nacht verbracht haben, gehört zu den Besten auf der ganzen Strecke. Wir begegnen entspannt alten und jungen "Ureinwohnern", die ihr Einkommen ohne Tourismus verdienen. Landwirtschaft mit Citrus-Plantagen, Weinwirtschaft, Ackerbau auch mit Weizen und Kartoffeln, wir treffen auf Imker, passieren jahrhundertealte Olivenbäume. Das aus den Oliven gewonnene, kaltgepresste native Öl ist für seine Qualität über die Grenzen hinaus bekannt. Am Nachmittag erreichen wir das Dorf Alte. Halbzeit auf einer Strecke, die 323,1 km lang ist und 14 Tage Durchhaltevermögen erfordert. Wir besuchen eine Werkstatt, in der von Hand Olivenseifen hergestellt werden. Am Pool des Hotel Alte ruhen wir uns aus. Es freuen sich alle, die bisher ohne eine Blase davongekommen sind. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 9 | Sonntag | Wandertag Alte › São Bartolomeu de Messines › Norinha | 35,9 Km | 221m | 8 ![]() |
| Früher Aufbruch. Für den kurzen Augenblick von zwei Stunden betreten wir eine Algarve, die uns auf den ersten Blick unangenehm erscheint: Motorenlärm von der Autobahn Lissabon – Albufeira, schnelle Autos auf der Nationalstraße IC1, die wir beide schnell unterqueren werden. Messines durchschreiten wir schnellen Schrittes, passieren den Bahnübergang und tauchen ab in die Naturlandschaft der Arade- und Funcho-Stauseen. Um sie herum führt der Wanderweg und abends erreichen wir Norinha, einen Flecken vor Silves. Dort übernachten wir mit Blick auf die Burg von Silves und die Monchique Berge. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 10 | Montag | Wandertag Norinha › Silves › Caldas de Monchique | 29,6 Km | 301m | 7½ ![]() |
| Kuren und Kneipen. Die Berge von Monchique liegen vor uns wie ein offenes Buch: jetzt beginnt die Königsroute der Via Algarviana. Es ist der erste von zwei harten Tagen: der Aufstieg beginnt. Dieser Tag führt uns stetig auf und ab, bis wir den Rio Odelouca erreicht haben, von da an geht es nur noch bergauf. Wir passieren wilde Schluchten und Wasserfälle, den ersten Gipfel, Picota genannt, immer in Sicht, bis wir am späten Nachmittag das Heilquellbad Caldas de Monchique erreichen. Das traditionelle Hähnchen-Abendessen Piri-Piri bei Dona Idalina entschädigt uns für die Mühen des Tages und gibt uns Kraft für den nächsten Tag. Unsere Nacht verbringen wir unter Ulmen, im Health & Spa von Caldas. | |||||
| Tag | Wochentag | ||||
| 11 | Dienstag | Erholungstag | |||
| Wanderfreier Tag in Monchique, Kulturprogramm und Baumpflanzung | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 12 | Mittwoch | Wandertag Caldas de Monchique › Picota › Fóia › Marmelete | 26,5 Km | 851m | 8½ ![]() |
| Auf kleinem Pfad, vorbei an der Quinta da Francesa, führt unser Weg hinauf in das kleine, von exiltibetanischen Mönchen verwaltete Wiederaufforstungsgebiet, wo wir eine kleine Korkeiche pflanzen. Eine weitere Stunde vergeht und wir sehen die Algarve zu unseren Füßen, der 776 m hohe Picota ist erreicht. Von dort geht´s durch einen Korkeichenwald hinunter ins Dorf Monchique, wo wir eine Mittagsrast einlegen. Natürlich probieren wir auch ein Schnapsglas vom schwarzgebrannten Medronho. Über den halbverfallenen Konvent steigen wir wieder auf zum 902 m hohen Fóia-Gipfel. Wir passieren die vielen unter Naturschutz stehenden Trinkwasserquellen und eine seltene Rhododendron-Art. Entlang der Windgeneratoren gelangen wir nach Marmelete. Erstmals sehen wir das Südwestkap vor uns. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 13 | Donnerstag | Wandertag Marmelete › Barão de São João | 35,0 Km | 133m | 9 ![]() |
| Immer bergab, den ganzen Tag, Täler und Schluchten, dann Hügellandschaft, später erreichen wir die Tiefebene, die uns bis ans Kap begleiten wird: Eukalyptus und Weinstöcke. Mittags speisen wir im berühmten Restaurant "Solar do Pincho" den eingelegten Wildschweinbraten. Von Bensafrim (bei Lagos) bis zu unserer Herberge bei Barão de São João ist es nur noch ein Katzensprung. Eine kleine Weinprobe steht noch auf dem Programm. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 14 | Freitag | Wandertag Barão de São João › Vila do Bispo | 24,4 Km | 177m | 6 ![]() |
| Hinauf in den Staatsforst (Mato Nacional) und durch das grüne Vinha Velha Tal geht es stundenlang südwestwärts. Die Sonne brennt, kaum Schatten, immer geradeaus führt der alte Pilgerweg. Nur langsam kommen die modernen Windgeneratoren näher und der Wanderer lässt die Zeit und das Geschehen der Wanderung vor seiner inneren Leinwand passieren. Es ist nicht mehr weit bis zum Ziel, dem Ende der alten Welt. Doch ist nicht der Weg unser eigentliches Ziel? Franz Kafka hätte seine eigene Interpretation dafür: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Im "Eira do Mel", dem Slow Food Restaurant der Algarve Kostbarkeiten, erleben wir ein letztes Mal den Duft und Geschmack mit allen unseren Sinnen. Frischer Fisch steht auf dem Zettel. | |||||
| Tag | Wochentag | Route | Länge | Höhe | Std. |
| 15 | Samstag | Wandertag Vila do Bispo › Cabo São Vicente | 19,6 Km | 79m | 4 ![]() |
| Es gibt Menschen, die sehnen sich auch in der entferntesten Fremde nach etwas Vertrautem, nach etwas Heimischen. Dem Deutschen auf Reisen, scheint das die Bratwurst zu sein. Wir erreichen das Südwestkap Europas, nehmen ein Bad im Atlantik und … essen eine echte deutsche Bratwurst auf dem Platz, an dem Heinrich der Seefahrer (1394 – 1460) seine Kadetten ausbildete, die Welt zu entdecken. Kaum zu glauben, daß nach dem Nürnberger Martin Behaim (1459-1507) einmal ein anderer Deutscher ans Kap käme, deutsche Innovation feilzubieten. Die Via Algarviana endet an einer Pommesbude. Sie trägt den Namen "Letzte Bratwurst vor Amerika". Danach geht es ins Hotel in Sagres und an einen der schönsten Strände der Algarve. | |||||
| Tag | Wochentag | ||||
| 16 | Sonntag | Abfahrt | |||
| Frühstück. Rücktransfer mit dem Minibus oder Taxi zum Flughafen nach Faro und Rückflug nach Deutschland. | |||||
Wichtig auf der Via Algarviana sind gutes, wasserdichtes Schuhwerk, Rucksack mit Regensachen, Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme, Wanderstock, Wasserflasche, Taschenlampe, Kompaß, Mobiltelefon und Solar-Aufladegerät, Erste-Hilfe-Pack, Badehose, Waschsachen, Handtuch, Sandalen, Taschenmesser, Trillerpfeife.







